Jakobes Tagebuch

Dies ist ein Test

10.Mai 2010 10/05/2010

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Alles geht einmal zu Ende

Lange habe ich hier nicht mehr geschrieben. Das lag einerseits an meinem gesundheitlichen Zustand, andererseits aber auch an meinem Entschluss, meine letzten Jahre doch noch in Deutschland in der Nähe meiner Kinder zu verbringen.

Die Zeit hier mit all diesen lieben Menschen war und ist immer noch wunderschön. Viele neue Freundschaften wurden geschlossen und alle haben gesagt, dass sie mich in DE besuchen wollen. Ob sie das dann auch wirklich tun, ist eine andere Sache.

Auch jetzt muss ich mich kurz fassen, denn immer noch kann ich nicht so lange am PC sitzen.

Ich bin sicher, dass ich, wenn ich einmal in meiner Heimat Fuß gefasst habe, wieder einen neuen Blog über mein neues Leben führen werde.

Allen, die hier mitgelesen haben, möchte ich danken und alles Gute wünschen.

Jakobe Jakstein

 

20. März 20/03/2010

Einsortiert unter: Uncategorized — jako14 @ 9:41 pm

Heute will ich meine verschiedenen Helferinnen etwas näher beschreiben. Es sind sechs, die sich abwechseln. Mit allen ist es eine wahre Freude zusammen zu sein und zu arbeiten.

Die älteste von ihnen ist Lina, die zweimal wöchentlich meine Räume auf Hochglanz putzt. Ich kenne sie seit 30 Jahren. Sie ist ausgesprochen witzig und schlagfertig und kann jeder Situation etwas humoristisches abgewinnen. Vor allem nimmt sie sich selber nicht so ernst. Einmalig ist sie aber, wenn sie mit Freunden kleine Sketches in Dialekt aufführt.

Dann ist da Patrizia, die einzige examinierte Altenpflegerin, die in einem Altenheim eine leitende Stellung hat. Samstags nimmt sie sich ein wenig Zeit, um uns mit Dingen zu helfen, mit denen die anderen überfordert wären. Vor allem hilft sie uns bei der Körper- und Fußpflege, oder begleitet uns bei Arzt- und Behördenbesuchen. Sie kümmert sich ganz besonders auch um unser seelisches Wohlbefinden.

Loredanina ist die fröhlichste von allen, eine wahre Ulknudel. Sie strahlt auch, wenn es ihr noch so schlecht geht. Wir haben immer viel Spaß zusammen.

Und dann haben wir zwei Cristinen. Nr. I ist, wie ich schon mal schrieb, eine Exballerina, die jetzt den Beruf der Schwimmlehrerin ausübt. Sie ist ungemein gewissenhaft und sehr schnell beim Arbeiten. Man hat ihr eine Rolle als Schauspielerin in einem unserer Musicals angeboten und sie hat mit Begeisterung zugesagt.

Cristina Nr. 2 kenne ich erst seit Kurzem. Auch sie gehörte vor vielen Jahren dem Theaterenssemble an, hat aber vor 4 Jahren ein Medizinstudium begonnen. Wir beiden unterhalten uns vor allem über gesundheitliche Themen und haben uns vorgenommen, enger zusammenzuarbeiten, um die Kohltherapie und andere Selbstheilungsmethoden bekannt zu machen. Außerdem will sie ja ein Buch mit Erfahrungsberichten schreiben. Ihr geht es dabei nicht um irgendwelche Rezepte, sondern wie jeder einzelne seine Heilung erlebt hat.

Unser Neukömmling ist Caterina, die mit ihren 45 Jahren die jüngste von allen ist. Ich lernte sie vor vielen Jahren in der Schweiz kennen, als sie noch ein Kind war. Als sie sich vor fast 20 Jahren verheiratete,zog sie nach Italien. Auch zwischen uns beiden ist sehr schnell eine freundschaftliche Beziehung entstanden.

Ich bin mir bewusst, dass ich ein großer Glückspilz bin, von solchen Menschen so liebevoll umsorgt zu werden.

 

9.März 09/03/2010

Einsortiert unter: Uncategorized — jako14 @ 5:04 pm

Auch hier bei uns will der Frühling einfach nicht kommen. Seit Stunden fällt ein Schneeregen, der manchmal als Schnee liegen bleibt, um ihn dann aber wieder aufzutauen. Es ist ein grauer, trostloser Tag aber Gottseidank nicht für uns in der WG. Wir haben nämlich seit heute zwei neue Helferinnen, die für die kranke Lorella einspringen. Die eine, sie heißt Caterina und ist Mutter von zwei erwachsenen Kindern, nimmt Lorellas Platz ein, während die zweite, Cristina (wir nennen sie Cristina II) eigentlich kommt, um sich mit Gianni, Giuseppe und mir über unsere Erfahrung mit dem Natürlichen Heilen zu unterhalten. Sie studiert Medizin und will nun ein Buch schreiben. Worum es dabei genau geht, werde ich erst Samstag erfahren. Als sie mir vorgestellt wurde – wir kannten uns nur flüchtig – habe ich auch von meiner Absicht gesprochen, hier am ‘See’ die Kohltherapie und die Selbstheilung im Allgemeinen bekannt zu machen. Meine Idee wurde von einer der Verantwortlichen sehr positiv aufgenommen und man wird sie an den Vorstand weiterleiten. So kommt doch endlich etwas in Fluss, das mir schon lange am Herzen liegt.

 

2.März 02/03/2010

Einsortiert unter: Uncategorized — jako14 @ 10:39 pm

Heute Morgen wurde der Pfarrer erwartet, der unsere WG segnen wollte. Das ist so üblich in Italien, dass die Geistlichen vor Ostern jedes Haus besuchen, um es zu segnen.
Unsere Frauen hatten gestern extra gründlich geputzt, wovon ich sie leider nicht abhalten konnte. Da wir nicht die genaue Uhrzeit wussten und er in unsere Wohnküche kommen würde, war es sehr schwierig, das allmorgendliche Schlachtfeld zu vermeiden. Denn einen zu schlechten Eindruck wollten wir ja doch nicht machen. Aber ich hatte mir in den Kopf gesetzt, eine Orangenmarmelade zu kochen, deren Duft sich überall verbreitete. Aber immerhin besser, als Kohlgeruch. Na, und dann war er plötzlich da, von zwei unserer Verantwortlichen begleitet. Er ging gleich auf mich zu, denn mein Gesicht war ihm neu. Als er meinen ausländischen Namen hörte, war er etwas verlegen, denn daran ist er hier auf dem Lande nicht gewöhnt. Ich fand ihn total süß, denn er war jung, sah gut aus und hatte eine sehr liebenswerte Art! Die Gebete, die wir dann zusammen sprachen, konnte ich alle nicht mehr auswendig, aber das hat er mir als Ausländerin sicher nicht übelgenommen.
Gleich anschließend hatten wir Handwerker im Haus, mit denen ich mich über das Kochen von Orangenmarmelade unterhielt. Meine ist leider viel zu süß geworden. Die Arbeit hätte ich mir sparen können.

Nachmittags kam dann Tamara aus Florenz, die mich nun für ein paar Tage umtüdeln wird. Heute Abend hat sie sofort einen Kuchen gebacken und auch meinen Abwasch übernommen und morgen will sie etwas Gutes kochen.

 

Cristina 25/02/2010

Einsortiert unter: Uncategorized — jako14 @ 4:40 pm

Ich möchte eine unserer Helferinnen vorstellen. So sah Cristina vor 20 Jahren aus, als sie noch Tänzerin in unserem
1. Theateresemble war. Heute arbeitet sie als Schwimmlehrerin und springt nur hin und wieder mal ein, wenn sie im Theater gebraucht wird.

Auf dem leider sehr blassen Bild sieht man auch die Glasstäbchen, mit denen man behandelt wird und die ganz zart über die Punkte der Meridiane geführt werden.

 

23. Februar 23/02/2010

Einsortiert unter: Uncategorized — jako14 @ 3:43 pm

Es ist lange her, dass ich berichtet habe. Aber seit ich die Schmerzen im Arm habe, kann ich nur noch wenig am PC sitzen. Ich hoffe, dass sich das ändert, wenn endlich die Sonne mal wieder scheint.

Im Augenblick sind alle unsere alten Menschen krank, auch die Mütter unserer Helferinnen. Und Tamara ist bei ihrer kranken Mutter in Florenz. Auch ich brauche in letzter Zeit viel mehr Hilfe, sogar beim Anziehen. Es ist nur gut, dass es an hilfreichen Menschen hier nie fehlt.

Unsere kranke Lorella ist zwar aus ihrem Koma erwacht, aber ihr Zustand ist immer noch ungewiss. Sie bekommt alles mit, was um sie herum geschieht, aber reagiert nur hin und wieder mit Tränen in den Augen. Wir beten und hoffen weiterhin.

Ich habe nun angefangen, mein neues Buch zu schreiben. Da ich nur sehr wenig am Computer sitzen kann, geht es langsam voran. Ein anderes Projekt beschäftigt mich seit Tagen. Da alle in der Nähe wohnenden Mitglieder aufgefordert sind, ihre Fähigkeiten ehrenamtlich in all unseren Strukturen einzubringen (natürlich nur der, der will), möchte auch ich dem Vorstand vorschlagen, die Kohltherapie allgemein bekannt zu machen. Das liegt nahe, denn er selber war es, der mich vor drei Jahren darum gebeten hatte. Nun muss ich nur wieder gesund werden und dann werde ich meine diesbezüglichen Pläne vorlegen.

 

7.Februar 07/02/2010

Einsortiert unter: Uncategorized — jako14 @ 9:21 am

Seit Tagen, ja seit Wochen plage ich mich mit Schmerzen im rechten Oberarm und Schulter. Das ist auch der Grund, warum ich so wenig schreibe hier. Ich bin immer noch auf der Suche nach einer wirksamen Behandlung, natürlich nur alternative Heilmittel. So habe ich gestern zur Entgiftung mir einen Kartoffelbreisack auf die Leber gelegt und auf dem Arm einen Zimtwickel gemacht. Habe alle süßen Sachen aus meiner Ernährung gestrichen, denn ich glaube, die waren Mitschuld an dieser Entzündung. Auch meinen Fleischkonsum habe ich wieder reduziert. Als es so kalt war, hatte ich einfach Bedürfnis an deftigerem Essen. Ich mache auch noch QiGong,das die Heilung unterstützen soll und einige Mudraübungen. Nun bin ich gespannt, ob ich Erfolg habe. Aber immerhin konnte ich heute Nacht gut und fast ohne Schmerzen schlafen.

 

Und die Pflegefälle? 05/02/2010

Einsortiert unter: Uncategorized — jako14 @ 1:01 pm

Auch für die pflegebedürftigen Menschen wird aufs Beste gesorgt. Sie bekommen eine Rundumbetreuung, die auch nur über ehrenamtliche Hilfe gewährleistet wird. Eine kompetente Person übernimmt die Organisation, und wo immer es möglich ist, werden auch Angehörige in die Pflege mit einbezogen.
Als Pflegestation wird ein Teil der Senioren-WG vorübergehend eingerichtet. Erst, wenn wir uns ein Seniorenheim nach den modernsten Anforderungen leisten können, wird eine Pflegestation eingeplant.

Aber auch außerhalb des Dorfes werden hilfebedürftige Kranke betreut. Vor vier Wochen erkrankte eine unserer Helferinnen, verheiratet mit zwei noch kleineren Kindern, an einem Bluterguss im Gehirn. Seither liegt sie im Koma und ist noch nicht außer Lebensgefahr. Um die Familie kümmert sich eine Gruppe von Freiwilligen und die Verwandten.

 

Das Problem der Altenfürsorge 05/02/2010

Einsortiert unter: Uncategorized — jako14 @ 11:37 am

Fast jeden Tag sehe ich Programme im deutschen Fernsehen, die sich mit der Unterbringung und Pflege der alten Menschen befasst. Es ist erschreckend, dass man glaubt, alles – oder fast alles – sei nur ein finanzielles Problem. Ich möchte die Menschen einladen, unser Zentrum zu besuchen, damit sie kennenlernen können, was alte Menschen wirklich brauchen.
Wir Senioren am ‘See’ brauchen vor allem keine Extra-Programme, um uns die Langeweile zu vertreiben oder um geistig/körperlich fit zu bleiben. Wir nehmen, so weit es unsere Kräfte erlauben, an allen Aktivitäten des Dorfes teil. Zweimal am Tage findet eine gesungene Andacht statt und jeden Samstag können wir uns ein Musical anschauen. Der Preis dafür ist minim. Und wer das Geld nicht hat, zahlt gar nichts. Wir haben auch ein Fitnessstudio, in dem wir unter kompetenter Leitung unsere Übungen machen können. Auch das ist preislich sehr günstig. Aber vor allem haben wir ständig Kontakt zu jüngeren Menschen, von denen wir alles erfahren, was die vielen Initiativen der Stiftung angeht. Wir hören von ihnen über die verschiedenen Tournees unserer Musicals, aber auch wer heiratet oder wo wieder ein Kind geboren ist. Das heißt, wir sind wie eine große Familie, die Freud und Leid miteinander teilt.

Aber auch, was die finanzielle Seite unserer Unterbringung betrifft, gibt es keine Probleme. Erstens, weil jeder nur soviel zahlt, wie seine Rente es ihm erlaubt, und zweitens, weil alle Arbeit, die für uns geleistet wird, durch ehrenamtliche Helfer verrichtet wird. Selbst, wenn wir mal einen Handwerker brauchen, kostet es uns nichts.

Jeden Tag danke ich Gott, dass ich hier leben darf.

 

4. Februar 04/02/2010

Einsortiert unter: Uncategorized — jako14 @ 10:09 pm

Es  gibt Tage, an denen einfach alles schiefgeht. So jedenfalls war meiner heute. Eine liebe Freundin hatte mir ein Paket mit selbstgemachten Heilmitteln schicken wollen, das leider nie ankam. Stattdessen bekam ich einen Brief vom Mailänder Flugplatz mit der Aufforderung, den Inhalt genauestens zu beschreiben, und im Falle von Heilpräparaten eine Kontrolle vom Gesundheitsamt machen zu lassen. Ich hab das Paket zurückgehen lassen mit dem Vermerk, dass jemand einer alten Frau nur eine kleine Freude machen wollte. Aber ich bin sicher, dass das niemanden interessiert.
Zum Trost hat Tamara einen traumhaften Schokoladenkuchen gebacken! Jedenfalls SIE hat ein Herz auf dem richtigen Fleck!

Aber das allerschönste: ich habe mit einem einfachen Trick herausgefunden, wie ich hier im Blog die Schrift vergrößern kann! :-)